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Biologische Zahnmedizin / Keramikimplantate (Teil 4)

Dr. Baader Team

Unverträglichkeiten und empfindliche Reaktionen bei Patient*innen im Rahmen der Zahnimplantologie mit konventionellen, jahrzehntelang erprobten und bestens dokumentierten sowie millionenfach erfolgreich eingesetzten Titan-Implantaten sind eher selten.

In den Fällen einer Titanunverträglichkeit, bei Missempfindungen oder bei allergischen Reaktionen können Zahnimplantate aus speziellen Hochleistungskeramiken zur Herstellung einer metallfreien implantologischen und prothetischen Versorgung indiziert sein.

Keramik-Implantate für höchste Ansprüche

Mit den modernen Keramik-Implantaten können heutzutage nahezu alle gängigen und bekannten Zahnersatz-Versorgungsvarianten realisiert werden. Sowohl die Einzelzahn-Versorgung als auch mehrgliedrige Brückenversorgungen sind auf Keramikimplantaten möglich.

In vielen Fällen kann auch eine sogenannte Sofort-Implantation durchgeführt werden. Hier wird das Implantat nach der Zahnentfernung und der Säuberung des Wurzelfaches direkt in die entstandene Alveole, d. h. in das vorhandene Knochenfach eingesetzt.

Außerdem ist es bei umfangreichen kompletten Kiefersanierungen möglich, „feste Zähne an einem Tag“ auf Keramikimplantaten zu realisieren („All-in-One“-Konzept). Hierbei werden in einer Schlafnarkose-Behandlung die nicht erhaltungswürdigen Restzähne entfernt und direkt nach dem Einsetzen von mehreren Keramikimplantaten die festen provisorischen Zahnkronen und Brücken am gleichen Tag darauf befestigt.

Der entscheidende Unterschied zu Kiefer-Komplettversorgungen mit Zahnimplantaten aus Titan besteht darin, dass bei einer auf Keramikimplantaten abgestützten Zahnbrücke nicht nur 4 Implantate pro Kiefer (wie z. B. bei der All-on-4-Technik) genügen, sondern in diesem Fall mit mindestens 8 Keramik-Implantaten geplant werden muss. Dies erhöht bei dieser Vorgehensweise folglich auch die Gesamtkosten der Zahnsanierung deutlich. (Fortsetzung folgt.)

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